Santa Claus is coming to town oder besser gesagt “to the malls”

Ich wurde jetzt schon ganz oft gefragt, ob ich es nicht komisch finden würde, die Vorweihnachtszeit mit Sonne und 30 Grad zu erleben?! Ähmmm – nö! Überhaupt nicht. Ich brauche wirklich keine Minusgrade, um die Vorweihnachtszeit genießen zu können. Klar, wenn es schneit, gibt das schon noch mal ne besondere Stimmung. Aber trotzdem fehlt mir der oft graue und nasse Winter überhaupt nicht.

 

 Und die Amis sind ja bekanntlich wahre Meister im Zelebrieren von Weihnachten bzw. der Vorweihnachtszeit. Das ist einfach nur zu schön. Alles leuchtet und ist festlich geschmückt. Nun gut, festlich ist auch Ansichtssache. Die Amis übertreiben es ja gerne mal und manchmal ist es eher etwas kitschig, als festlich. Aber ich mag das total und auch zu Hause stelle ich die komplette Wohnung zu Weihnachten voll mit Weihnachtsdeko. Ich habe da auch kein spezielles Konzept, denn ich bin da eher talentfrei. Ich räume einfach die komplette Jahresdeko ab und stelle alles mit Weihnachtsmännern, Schneemännern und Rentieren voll.

 

 Die Vorweihnachtszeit in Amerika ist wirklich etwas Besonderes, denn wie gesagt die Amis zelebrieren das alles total. Besonders die malls sind extrem geschmückt und in fast jeder mall kann man Santa besuchen und sich bei ihm auf den Schoss setzen und Fotos machen lassen. Die bösen Kinder ziehen dem älteren Herrn dann am Bart. Die Lieben erzählen brav was sie sich alles wünschen und wie artig sie doch waren. Laaaaaangweilig. Ich werde dem Mini Chef mal beibringen, dass er Santa kitzeln soll oder vielleicht nen kleinen Pups lassen, wenn er auf seinem Schoss sitzt nur um dann ganz laut zu sagen: “Santa, du Ferkel.” Das wäre doch mal was anderes zur Abwechslung.
Zurück zum Thema. Die Malls sind wirklich alle ganz bezaubernd geschmückt. Es gibt Weihnachtsdörfer, Weihnachtsbäume, Karussells wo man auf Rentieren reiten kann und wie gesagt das Wohnzimmer von Santa.
Der Mini Chef staunt immer total, wenn er das sieht. Da bekommt der Satz “mit leuchtenden Kinderaugen” wirklich einen Sinn, denn die Augen vom Mini Chef leuchten dann wirklich. Das ist so schön und lässt Muddis Herzchen hüpfen.

 

 

Übrigens zum Santa wollte der Mini Chef nicht gehen. Er hat ihn lieber aus sicherer Entfernung beobachtet. Aber als wir dann wieder zuhause waren und er sich ein Weihnachtsbuch angeguckt hat, da hat er immer ganz aufgeregt auf den Weihnachtsmann getippt und dann nach draußen gezeigt (das macht er immer, wenn er sagen will, dass wir den oder das vorhin gesehen haben).

 

 

Und wenn die Amis vom vielen Geschenke shoppen ko sind, dann lassen sie sich einfach mitten in der mall massieren. Das machen dann fast immer Asiaten. Für $10 kannste dich dann für 10 Minuten durchkneten lassen. Empfindlich darfste aber nicht sein, denn die Asiaten haben erstens keine Berührungsängte und zweistens biegen sie deine Gliedmaßen gerne mal um 90 Grad in eine Richtung, wo du nicht mal wusstest, dass dein Körper dazu in der Lage ist.

 

Muddi hat sich natürlich auch massieren lassen und es war echt gut. Die können das wirklich und so biste ganz schnell wieder fit für die nächste Runde shoppen. A propo Vorweihnachtszeit: Ich habe ja extra unsere Weihnachtskalender mit nach Kalifornien geschleppt, weil sie ein Geschenk von Omi waren. Nicht das ihr denkt der Mini Chef hat zwei Kalender. Neeeeiiinnn – Muddi hat natürlich auch einen. Der große Chef hat keinen, denn der vergisst immer die Türchen aufzumachen. Auf jeden Fall habe ich jetzt aber entdeckt, dass es hier auch Weihnachtskalender gibt. Das wusste ich auch noch nicht, obwohl ich schon so oft hier war.
Jetzt werden einige von euch vielleicht denken: “Na Momentchen mal. Die Amis feiern doch erst am 25.12. Weihnachten.” Riiiiichtig – die Kalender in Amerika haben 25 Türchen. Und um etwas Weihnachtsflair in unsere Mietwohnung zu bringen, habe ich letztens im Walmart diesen tollen Melamin Teller für nur $2 Dollar gekauft. Wer Kinder hat, weiß wie teuer Melamin Geschirr ist. Das war also das absolute Schnäppchen.
Was mich noch interssieren würde: Kommt bei euch der Weihnachtsmann oder das Christkind? Wir sind ja Ossis und bei uns kommt keener durchs Fenster jeflattert. Bei uns klopft der dicke Graubärtige wie sich das gehört an der Tür und bittet um Einlass.Ich stelle also fest: Mit Kinderaugen betrachtet, ist die Vorweihnachtszeit auch in Amerika richtig schön. Dazu Sonne und 30 Grad anstelle von Minusgraden und Regen – was will man Kind mehr!


Eure Dajana

PS: Wie das manchmal so ist – da gehe ich doch gerade auf den Balkon zum großen Chef und der Typ gegenüber ist gerade dabei, seinen Balkon mit Lichterketten zu schmücken. Diese Amis – ein Timing haben die. Das passt ja perfekt zum heutigen Post, oder?!

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