Zwei Wochen Kalifornien – ein erstes Resümee

Heute feiern wir Jubiläum. Und zwar zwei Wochen Jubiläum. Besser gesagt zwei Wochen Kalifornien Jubiläum. Wahnsinn! Auf der einen Seite sag ich mir, mensch wir haben ja immer noch knapp fünf Wochen. Aber auf der anderen Seite denke ich mir, oh Gott zwei Wochen sind schon vorbei.
Auf jeden Fall finde ich es ist Zeit, ein erstes Resümee zu ziehen. Wie ist es, mit Kind in Amerika zu leben und wie kinderfreundlich sind die Amis wirklich?
Zusammenfassend muss ich sagen, dass wir uns richtig gut eingelebt haben. Wie ich euch bereits hier (klick) erzählt habe, war der lange 11 Stunden Flug super und auch die ersten Tage verliefen zum Glück ohne größere Probleme. Die ersten vier Tagen waren von wenig und unterbrochenem Schlaf geprägt, aber seitdem hat sich alles gut eingependelt und wir fühlen uns pudelwohl. Aber bei ständigem Sonnenschein und blauem Himmel muss man sich aber auch wohlfühlen. Das macht wirklich sehr viel aus.
Generell muss ich sagen, dass die Amis wirklich ein sehr kinderfreundliches Völkchen sind. Mindestens 2-3 am Tag wird der Mini Chef angequatscht oder es wird ihm zugewunken oder mir wird gesagt wie “adorable”, “cute” oder “sweet” er doch sei. Das ist wirklich schon sehr auffallend. Klar auch in Deutschland wirste mit Baby oder Kleinkind angequatscht oder dem Kind wird mal zugewunken, aber dennoch ist das hier sehr auffallend wie sehr die Amis auf Kinder “fixiert” sind. Egal ob du auf dem Spielplatz, an der Kasse im Supermarkt, am Pier, am Strand oder am Flughafen bist – irgendeiner quatscht dich immer auf´s Kind an oder wendet sich direkt dem Kind zu.
Total begeistert bin ich von den amerikanischen Spielplätzen (es folgt dazu noch ein extra Post mit vielen schönen Bildern). Die Spielplätze sind sehr groß und sauber und richtig schön durchdacht. Die Klettergerüste sind im Vergleich zu deutschen Klettergerüsten wunderschön wie ich finde und es gibt so viel zu entdecken für die Kleinen: Musikinstrumente, Lernelemente, Räder zum Drehen, Sachen zum Schieben und und und. Alle Klettergerüste sind mit einem Sonnensegel überdacht (gut das macht bei den hier herrschenden Temperaturen auch wirklich Sinn) und vor allem auf jedem Spielplatz gibt es eine öffentliche Toilette.
Für amerikanische Familien ist es ja völlig normal, drei bis vier Kinder zu haben. In Deutschland zählst du ja schon mit zwei Kindern zur Großfamilie. Nicht so in den Staaten. Wirklich fast jede Familie hat Minimum drei Kinder. Ich persönich kenne auch keinen der weniger als drei Kinder hat.  Ich stehe dann immer da und beobachte wie die natürlich top gestylte amerikanische Mutter ihre drei oder vier Kinder scheinbar problemlos im Griff hat. Und ick bin manchmal schon mit dem Mini Chef überfordert, wenn der seine fünf Minuten hat und alle seine Synapsen am durchknallen sind.
In Bezug auf die “Handhabung” und Erziehung der Kinder sind Amis (zumindest habe ich so das Gefühl) viel robuster als wir Deutschen. Geht man von deutschen “Handhabungen” für Kleinkinder aus, machen die Amis ja echt alles falsch. Sie setzen ihre Kinder, auch wenn sie noch nicht alleine sitzen können, ständig hin, sie benutzen Lauflernhilfen, sie sind mit ihren Kindern in der Mittagssonne draußen und über die zugeführten Lebensmittel muss ich ja nicht sprechen. Jetzt frage ich mich: Sind wir Deutschen in Bezug auf unsere Kinder vielleicht zu sensibel? Warum gibt es denn für deutsche Mütter und Väter so viele “Regeln” und “Richtlinien” und für Amis anscheinend nicht?! Amerikansiche Kinder werden ja offensichtlich auch unbeschadet groß – trotz Lauflernhilfe und Mittagssonne.
Wie seht ihr das? Machen wir uns in Bezug auf unsere Kinder vielleicht zu viele Gedanken? 
Ach und fast hätte ich es vergessen: Ihr dürft euch jetzt schon mal darauf freuen, wenn wir aus Kalifornien zurück sind, denn dann werde ich mein erstes Gewinnspiel veranstalten. Ich habe für euch tolle Produkte für Groß und Klein gekauft, die ich noch vor Weihnachten an euch verlosen werde. Nähere Infos gibt es dann später. Aber ich dachte mir, ich erzähle euch immer so viel über die ganzen tollen Sachen, die es hier gibt und da wollte ich das mit euch teilen. Ich hoffe, ihr freut euch jetzt schon ein wenig!
Ich stelle also fest: Mit Kinderaugen betrachtet, ist Amerika ein Land, in dem Kinder mehr als willkommen sind. Egal wo man hinkommt, den Kleinen wird viel Aufmerksamkeit geschenkt und irgendeiner hat immer ein nettes Wort übrig. Wir sind gespannt auf die nächsten Wochen und sagen danke Amerika, dass du uns so nett empfangen hast!
Eure Dajana
PS: Morgen gibt es wieder einen tollen Ausflugstipp. Wir waren bei den größten Dinos der Welt. Ihr dürft gespannt sein!

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