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Der erste Gastbeitrag von Mareen vom Blog “Der Teufel trägt Windeln”

Hallöchen!Nachdem es gestern mit der neuen Kategorie “Ausflugstippsja schon etwas Neues auf dem Blog gab, habe ich heute noch etwas Neues für euch, von dem ich hoffe, dass es noch viele mehr davon geben wird.

Heute präsentiere ich euch voller Stolz den ersten “Mit Kinderaugen Gastbeitrag”. Geschrieben wurde er von Mareen vom Blog “Der Teufel trägt Windeln”. Der Blog ist übrigens auch richtig cool und ich freue mich immer wieder auf neue Einträge von Mareen.

Mareen schreibt heute übrigens über das Thema Schlafen. Ein Thema, dass Mütter ja die ersten Lebensjahre des Kindes viel und oft beschäftigt (zumindest ist das bei uns so). Witzigerweise haben Mareen und ich in vielen Dingen die selben Ansichten und ich war total begeistert von ihrem Artikel. Ich hoffe, euch gefällt der Artikel genauso wie mir. Also dann…viel Spaß beim Lesen!

Hallo liebe Dajana-Fans! Ich bin Mareen, bin eine
Ex-Kollegin von Dajana, blogge auch und habe zwei Söhne, die fast 1,5 und fast
4 sind. Und warum schreibe ich das hier? Nun, jede Mama gibt ja gerne ungefragt
Ratschläge. Mütter mit mehr als einem Kind fühlen sich dazu nach meiner
Erfahrung noch mehr genötigt, weil sie denken, sie haben das doppelte
Kinderwissen. Ich gehöre auch dazu. Dabei pflege ich eine gewisse Doppelmoral.
Ich lasse mir nämlich nicht gerne was sagen, sage aber anderen gerne was.
Manchmal frage ich aber sogar. Denn es gibt immer diese Super-Mütter, die
anscheinend alles so nebenbei wuppen. Die frage ich immer gerne, wie zur Hölle
sie das machen. Aber ich schweife ab. Es geht darum, dass ich Dajana unbedingt
ungefragt einen spitzenmäßigen Zwei-Kind-Mutter-Tipp geben möchte. Nämlich zum
Thema schlafen. Was mich dazu qualifiziert? Zwei Kinder, die jeweils mindestens
eine halbe Stunde betüddelt werden müssen, ehe sie auch nur ganz vage daran
denken, dann mal die Augen zu schließen. Also eigentlich nix. Aber ich tue es
trotzdem, denn das Thema liegt mir irgendwie am Herzen.

 

Auslöser dieses Posts ist Dajana’s Ankündigung gewesen, dass
der Mini-Chef jetzt lernen soll, alleine einzuschlafen. Da wollte ich einen
Kommentar zu schreiben und der wurde so lang, dass ich dachte, ich kann auch
gleich einen Gastbeitrag schreiben. Ich habe mich nämlich in meinem fast vierjährigen
Mütterleben mit diesem Thema schon sehr viel beschäftigt. Als der Große so
ungefähr ein Jahr alt war, stand gerade das Buch „Jedes Kind kann schlafen
lernen“ an der Spitze der Eltern-Bestseller-Listen. Die Methode schien mir
irgendwie einleuchtend. Kind hinlegen, Nacht sagen, wenn er weint, ein bisschen
weinen lassen, hingehen, trösten, weggehen usw. bis er schläft. Das klang nach dem
Paradies auf Erden, saß ich doch jeden Abend, teilweise (mit Unterbrechungen)
stundenlang, Händchen haltend an einem kleinen Gitterbettchen. Ohne das ganze
Buch zu lesen, sondern mit nur ein bisschen Google-Wissen machte ich mich ans
Werk. Eine Nacht später, saß ich wieder am Gitterbettchen und hielt eine kleine
Hand in meiner. Das war nix für mich. Mein Kind schreien lassen? Nein, das
konnte ich moralisch und vor allem nervlich überhaupt nicht. Ich empfehle
übrigens jedem, der verstehen möchte, wie und warum das trotzdem funktioniert
und dennoch nicht gut ist, das sehr informative und witzige Buch
„Besucherritze“ von Eva Solmaz. Ich sitze übrigens heute noch jeden Abend an
seinem Bett. Aber mittlerweile dauert es ungefähr 10 Minuten, dann schlummert
er.

 

Und nun zu Kind Nr. 2. Das ist nochmal ein ganz anderes
Kaliber. Händchen halten? Da lächelt der Kurze nur müde. Er möchte rumgetragen
werden, sonst geht da überhaupt nichts mit schlafen. Dafür geht es dann aber
auch schnell. Meistens. Womit wir beim eigentlichen Kern des Themas sind. Wie
ist das denn mit dem Schlafen so bei Euch? Schlaft ihr immer sofort ein? Immer
zur gleichen Zeit? Nee, oder? Und jetzt betrachten wir das ganze doch mal „mit
Kinderaugen“ 🙂

 

Okay, stell Dir vor, Du bist in einem abgelegenen Wald mit
einem vertrauten Menschen. Es ist dunkel, ein bisschen kühl, Du bist satt und
müde. Dann gibt dieser vertraute Mensch Dir einen Kuss und sagt „Gute Nacht, Du
musst jetzt schlafen“ und geht einfach weg. Du bist auf einmal alleine in
diesem Wald und Du weißt nicht, ob der Dir vertraute Mensch wiederkommt oder
nicht. Kein gutes Gefühl, oder? Fühlst Du Dich besser, weil Du in der Ferne ein
Licht siehst oder Geräusche hörst? Oder die Stimme des vertrauten Menschen? Ach
so, ich muss noch erwähnen, dass Du nicht weg kannst, Du bist nämlich in einem
Gitterbett. Du rufst nach dem vertrauten Menschen. Nix passiert. Du rufst bis
Du fast heiser bist, dann kommt der Mensch endlich und sagt Dir, dass alles gut
ist und Du schlafen sollst. Alles gut??? Nichts ist gut. Du bist ganz alleine,
es ist kalt, Du weißt gar nicht, wie Dir geschieht und schlafen kannst Du erst
Recht nicht! Dann geht der Mensch wieder weg. Du schreist und rufst, aber er
geht. Du fängst an zu weinen, weil Du so verzweifelt bist (ein kleines Kind
fängt damit wohl schon früher an…), aber niemand kommt. Irgendwann schläfst
Du vor lauter Erschöpfung ein.

 

Also ich würde so nicht einschlafen wollen… Wie schon oben
erwähnt, weiß ich, was man als Mutter alles durchmachen muss und wie viel Zeit
man seinen Kindern opfert, aber was mich letztens auch nachdenklich gemacht
hat, war eine Art Infografik (die ich jetzt natürlich nicht mehr finde…) zum Thema
wie lange ein Kind in bestimmten Phasen ist. Vermisst Ihr nicht auch manchmal
diese Zeit, wo Eure Kinder noch Neugeborene waren? So klein und knautschig und
so gut duftend? Und war das nicht viel zu schnell vorbei? Wenn ich abends mal
wieder mit meinem Sohn durchs Schlafzimmer latsche und daran denke, was noch
alles zu tun ist, dann versuche ich immer daran zu denken, dass diese Zeit
irgendwann vorbei sein wird. Irgendwann wird er mich nicht mehr brauchen, um
einzuschlafen. Irgendwann wird er mich gar nicht mehr brauchen. Und das geht so
schnell. Wenn ich mir überlege, dass mein Großer bald 4 wird… Unglaublich!
Also, liebe Dajana, hier ist er, der Zwei-Kinder-Mama-Klugscheißer-Ratschlag:
Nimm Dir die Zeit und begleite Deinen kleinen Mini-Chef abends die halbe Stunde
in den Schlaf, ein schöneres Geschenk kannst Du ihm gar nicht machen!

 

 

 

2 Comments

  • frauboecker

    10. Januar 2014 at 10:41

    Es betrifft zwar nicht das Thema "Schlafen", aber das Thema: Was kann und braucht mein Kind? Ich habe gestern entschieden, dass ich meinen heißersehnten Kitaplatz mit Mittagessen abgebe und einen "normalen" Hausfrauen-mittags-um-12-abholen-Platz" nehme, Kind 3 will nicht über Mittag dort bleiben. Und ich will es nicht zwingen. Kann ich nicht, das wäre eben auch wie sie allein im dunklen Wald lassen für mich. Ein Herz für butterkeksweiche Mutterherzen!!!

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