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Hört mit den Vergleichen auf! {Gastpost Nummer 8 von Andrea vom Blog “Runzelfüßchen”}

Hallöchen!
 
Heute machen wir uns einen magischen Tag, denn wir verbringen den Tag in Orlando im Disneyland. Und deswegen gibt es heute wieder einen Gastartikel für euch und zwar von einer Bloggerin, die mir, obwohl ick sie nur ein Mal getroffen habe, sehr ans Herz gewachsen ist. Die Rede ist von meiner Blogger Schwester Andrea vom Blog Runzelfüßchen.
Andrea hatte ick im Sommer in Berlin auf einem Blogger Treffen von Britax Römer getroffen. Wir hatten uns sofort wunderbar verstanden. Die hat nämlich och so ne große Klappe wie icke und vor allem ist sie och witzig und ironisch. Herrlich. Ick liebe so ne Menschen, die sich selber nicht so ernst nehmen und viel lachen. Geil. Da bin ick erstmal sofort verknallt. Und ihr kleenes süßes Runzelfüßchen Töchterchen hatte mich och gleich als verschollene Tante anerkannt.Tolles Kind! Andrea schreibt heute übrigens über ein Thema, dass ick auch schon verbloggt habe und wo ich voll ihrer Meinung bin. Also Freunde…wir werden heute mit Mickey, Minnie und Co. Spaß haben und ihr habt Spaß mit dem Gastartikel von Andrea.
Achso…fast vergessen. Gestern waren wir in Sarasota in einem Aquarium und da leben zwei riesige Schildkröten. Die waren wirklich so toll und so wunderschön. Deswegen muss ick euch heute noch mein Highlight Foto von gestern zeigen. Sooo schön und am liebsten hätte ick die Schildi eingepackt und mit nach Hause genommen. Eure Dajana
 
Das
Runzelfüßchen ist ein wirklich sehr kommunikatives Baby. Sie krabbelt gern und
schnell auf Fremde zu, bietet ihr Spielzeug an oder „klaut“ sich Dinge, die sie
gerne betasten und ausprobieren will. Ich gebe ihr all diese Freiheiten und
renne nicht sofort voller Furcht hinterher, weil ich glaube, dass sie schon
weiß, was sie da tut. Und weil ich, das muss ich einfach mal gestehen, auch
manchmal einfach keine Lust auf den Smalltalk habe, der zwangsweise mit einer
Verfolgung des Babys einhergeht.

 

Denn es ist
ja nun mal so, während meine Tochter voller Hingabe an dem Schnürrsenkel des
Mannes im Café herumhantiert und dabei lustig brabbelt, will dieser mit mir
reden. Weil die Stille wohl nicht aushaltbar ist. Ich könnte ganz prima ohne
das allgemeine BlaBla auskommen, denn meist sind es doch die immer gleichen
Themen: Das Wetter und dann schwupps, das Baby.

 

 

Eltern
vergleichen ihre Babys

 

 

Was mich
dabei so stört sind diese schrecklichen Vergleichsfragen. Mein Runzelfüßchen
ist jetzt ein Jahr alt, und nur fürs Protokoll, sie kann einiges. Das Baby kann
Mama und Papa sagen, flink wie der Wind krabbeln, eigenmächtig stehen, Küsschen
verteilen und ihrem Unmut Ausdruck verleihen. Wenn sie möchte, dann kann sie
winken, aus einem Becher trinken und unterhaltsam brabbeln. Das aber reicht den
meisten Menschen nicht. Die wollen wissen, ob meine Tochter schon laufen kann,
wie viele Zähne sie hat und ob sie schon in vollständigen Sätzen mit mir
parliert. Deren Söhne und Töchter hätten in DEM Alter ja schon all das gekonnt.
Ich will mich auf diesen Wettstreit nicht einlassen, denn dann müsste ich
gebetsmühlenartig aufzählen was meine Tochter eben schon beherrscht, bis ich
das eine Ding gefunden habe, dass deren Kinder nicht konnte. Denn erst dann
geben die meisten Ruhe, vorher heißt es immer nur „ach, das konnte Konstantin
mit sieben Monaten“, und „Emma war da aber viel schneller in dem Alter“.

 

 

Jedes
Kind ist anders

 

 

Herje,
jedes Kind ist anders, jedes Kind darf sich in seinem Tempo entwickeln und ich
will darüber nicht in einen Wettstreit ausbrechen. Ich glaube, dass Eltern sich
das Leben durch diese Vergleiche nur unnötig schwer machen. Es ist doch total
egal ob der eine schneller laufen und der andere eher windelfrei war. Hilft das
den Kindern irgendwie in ihrem weiteren Leben? Kommt irgendwann mal jemand
vorbei und tadelt mein Baby, weil sie mit 12 Monaten dies noch nicht konnte,
das aber wohl? Die Einzigen, die über unsere Kinder richten sind wir selbst. Da
ziehe ich mich raus. Ich ernte dafür oft Kommentare, weil ich auf all die
Fragen nach den Fortschritten meiner Tochter nur auf sie deute und sage: „Heute
sind Ihre Schuhe das interessante Thema. Wo haben Sie die denn her?“ Das nimmt
die Aufmerksamkeit von meinem Runzelfüßchen und lenkt den Smalltalk in eine
andere Richtung. Eine, die sich für mich besser ertragen lässt und mein Kind
aus dem Fokus nimmt. Die soll mit dem Schnürrsenkel spielen und Spielzeug
besabbern, sie soll Fremden aufs Bein klopfen und ältere Menschen neugierig
anlächeln. Sie soll ein Baby sein über das nicht gerichtet wird, eines, dass
perfekt ist so wie sie ist.

 

 

Baby
entwickelt sich im eigenen Tempo

 

 

Mein
Runzelfüßchen wird irgendwann loslaufen, ob nun mit 12 oder 14 oder 16 Monaten.
Sie wird sprechen lernen und mir ihre kleine Welt erklären, wann immer sie sich
dazu bereit fühlt. Ich freue mich darauf und genieße einstweilen  ganz einfach meine Tochter. Die ist nämlich
großartig wie sie ist. Das sehe ich ganz ohne jeden Vergleich.

2 Comments

  • Anna (Familie Motte)

    19. November 2014 at 9:30

    Gut gebrüllt Mama Löwe :-), ich gebe zu: diesen Tipp das Gespräch auf etwas anderes zu lenken wenn wieder mal ein "Vergleichsgespräch" ansteht, auf den wär´ ich gern selbst gekommen. Das werde ich 100%ig beim nächsten Mal ausprobieren…

    Antworten
  • Andrea

    22. November 2014 at 15:04

    Liebe Anna,

    vielen Dank. 🙂 Ich bin gespannt, ob es bei dir auch so gut klappt, dieses kleine Ablenkungsmanöver! Kannst ja dann mal berichten.
    Liebe Grüße,

    Andrea vom Runzelfüßchen Blog

    Antworten

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