Vom trocken werden ähhmmm trocken sein!

Hallöchen!

Eigentlich sollte es heute einen Hamburg Post geben mit Hotel Tipp und Frühstückstipps. Da wir aber nun schon seit fast zwei Wochen (endlich) trocken sind, möchte ich heute darüber berichten wie das kam und wie es läuft (im wahrsten Sinne des Wortes).

Denn Freunde…es läuft und zwar läuft es ins Töpfchen und ditte nun schon seit fast zwei Wochen. Aber von Anfang an….

Diejenigen von euch, die meinen Blog schon länger verfolgen wissen, der Mini Chef ist über drei Jahre alt und das mit dem Trocken werden haben wir in den letzten Monaten schon mehrfach probiert. Letztes Jahr im Sommer feierten wir schon kleine Erfolge. Mit einer Belohnungstafel lief es zunächst ganz gut und der Mini Chef machte auch ab und zu ins Töpfchen. Irgendwann hatte er aber von jetzt auf gleich keine Lust mehr und hörte damit wieder auf. Ich fand das nicht so schlimm.

In den USA versuchten wir es wieder. Das war im Dezember. Zunächst dachten wir es klappt ganz gut. Schnell stellten wir aber fest, dass der Mini Chef über Stunden einhalten kann (das kann er übrigens noch immer) und wenn es gar nicht mehr ging, ließ er einfach laufen. Das war ihm furchtbar unangenehm und wir wollten ihn dieser Situation nicht aussetzen. Also bekam er wieder Windeln an.

Er wurde drei und wir waren wieder in Deutschland. Langsam wurde ich unruhig. Das Kind ist über drei. Jetzt muss er doch mal trocken werden. Er ist ein großer Junge und blablabla. Meine Gedanken waren das nicht. Vielmehr die meines Umfelds und man lässt sich ja leicht mal verrückt machen. Ich wusste von Anfang an “Ich werde mein Kind zu nichts zwingen, da ich der Meinung bin, dass das in diesem Alter nichts bringt”. Die haben ihren eigenen Kopf, ihren eigenen Willen und sie werden schon wissen wann sie so weit sind.

Was wir allerdings gemacht haben: Wir haben das Thema Pipi machen und Töpfchen immer wieder thematisiert. Wir haben vom Windelfutsch erzählt und das die Babys die Windeln viel dringender benötigen und so weiter. Dennoch hat es bis jetzt gedauert ehe der Mini Chef Anstalten machte, auf die Windeln zu verzichten.

Der Knackpunkt kam im Urlaub auf Mallorca. Wir waren fast den ganzen Tag am Strand oder zum Ende hin auch am Pool. Ich hatte zwar Schwimmwindeln mit, aber wollte die nicht benutzen. Also sagten wir dem Mini Chef wir ziehen ihm eine Badehose an und wenn er Pipi müsse solle er uns bescheid sagen. Er fand die Badehose (mit Cars) auch sehr toll und am Strand war er fast immer nackig. Das erste Mal passierte es am Strand. Auch auf die Gefahr hin, dass jetzt einige Leser “Ihhh geht ja gar nicht” schreien: Das Kind hat in den Sand gepullert. Das ging so schnell und wir wussten nicht wohin, das wir zu ihm gesagt haben, er solle einfach laufen lassen. Das fand er total cool. Dieses Gefühl von im Stehen Pipi machen.

Am nächsten Tag waren wir am Pool. Auf einmal sagt der Mini Chef er müsse pullern. Klo weit weg. Ich mir das Kind geschnappt und ab zum Busch. Wieder im Stehen Pipi gemacht. Fand er wieder spitzenmäßig, denn das sieht ja aus wie ein “Springbrunnen”. Das passierte dann am nächsten Tag noch mal und im Hotelzimmer wollte er dann im Stehen in die Toilette pullern. Haben wir auch ganz gut geschafft.

Dennoch trug er im Urlaub immer wieder Windeln. Wir sagten ihm, dass wir das doch dann zuhause auch tun könnten. Also die Windeln weglassen und im Stehen Pipi machen. Er müsse sich ja nicht auf das Töpfchen setzen. Er könne sich auch hinstellen. Wir kamen Freitag aus dem Urlaub zurück. Freitag und Samstag wollte er seine Windeln unbedingt anziehen. Am Sonntag auf einmal verkündete er. “Er brauche keine Windeln mehr.”. Und von dieser Sekunde an geht das Kind auf das Töpfchen. Er sagt bescheid, wenn er muss und es klappt ohne Probleme (im Sitzen).

 

Er wollte sogar sofort nachts die Windel weglassen. Das war uns aber zu heikel. Also haben wir ihm nachts noch eine Windel angezogen und haben die Unterhose drüber gezogen. So war er zufrieden, da er partout diese Windel nicht mehr wollte. Ab Mittwoch, also nur drei Tage später, ließen wir auch nachts die Windel weg. Und was soll ich sagen? Es klappt! Es ging in den letzten 12 Tagen noch nicht ein Mal etwas daneben. Nicht tagsüber und auch nicht nachts. Vorm schlafen gehen gehen wir immer noch mal aufs Töpfchen. Das findet der Mini Chef total blöde und es gibt auch immer ein riesiges Theater. Wir erklären ihm aber, dass wir das vorm Schlafen gehen auch machen und das man so nachts nicht pullern müsse.

So weit so gut. Dann kam letzte Woche Donnerstag die erste lange Reise zur Omi nach Hütte. Ohne Windel. Etwas Sorgen machte ich mir ja schon. Schließlich war für mich auch alles neu. Wie machen wir das unterwegs? Soll ich ihn über die Toilette halten? Soll ich ihn raufstellen? Soll ich ihn raufsetzen? Soll ich noch ein Töpfchen für Unterwegs besorgen?

Und was soll ich sagen? Es hat wieder alles wunderbar geklappt. Wie bereits oben erwähnt, kann der Mini Chef sehr sehr lange einhalten. Genauer gesagt: Er war Donnerstag früh gegen 8.00 Uhr zuhause auf dem Töpfchen und das nächste Mal erst wieder in Berlin. Das war so gegen 16.30 Uhr. Getrunken hat er ganz normal unterwegs, aber das Kind kann eben sehr sehr sehr lange einhalten und seinen Drang kontrollieren.

Montag waren wir wieder in Berlin unterwegs. Gleiches Spiel. Früh zuhause bei Omi das letzte Mal Pipi gemacht und dann erst wieder gegen 16.30 Uhr auf einer öffentlichen Toilette bei meinem Termin. Da wollte er sich sogar raufsetzen. Ick war beeindruckt. Dass war das erste Mal. Ich wischte also ordnungsgemäß die Brille ab und da hockte mein großer Junge auf der großen Toilette und pullerte. Ick dachte mein Herz platzt vor Mutterstolz. Wat ein Erlebnis auf dieser Toilette in Berlin. Ick hätte Fotos machen sollen. Herrlich!

Auch auf der Heimfahrt gestern ging das Kind nicht einmal auf die Toilette. Das letzte Mal zuhause bei Omi gegen 8.30 Uhr und dann erst wieder als wir zuhause waren um 19.30Uhr. Das ist schon sehr lange wie ich finde, aber er weiß wann er muss und er kann das super kontrollieren.

Heute ist er zum ersten Mal ohne Windel im Kindergarten. Ich glaube nicht, dass er dort Pipi machen wird. Er hat mir vorher schon gesagt, dass er darauf keine Lust hat und das er nur zuhause möchte. Ich denke er wird es einhalten, aber wir werden sehen.

Das große Geschäft macht er übrigens noch in die Windel. Aber das ist mir echt so egal. Das wird genauso schnell vorbei sein. Dann wird er sagen er will das nicht mehr. Ich kenne viele Kinder, die mit dem großen Geschäft auch länger gebraucht haben.

Ich vertraue da meinem Kind und bin so unfassbar stolz auf ihn. Ja, es hat lange gedauert. Ja, er ist jetzt schon 3 1/2 Jahre alt und bei vielen unserer Freunde und Bekannten waren die Kinder schon mit 2 1/2 Jahren trocken. Aber na und? Steht ja schließlich später nicht im Lebenslauf, dass der Mini Chef erst mit 3 1/2 Jahren trocken war. Nun ist er es und wir sind sehr stolz. Vor allem sind wir stolz, dass es so ganz ohne Zwischenfälle und Probleme klappt und läuft. Kein einpullern tagsüber oder nachts. Es war wohl einfach seine Zeit.

Der Mini Chef hat also wieder einen Schritt in Richtung “großer Junge” gemacht. Ich freue mich wirklich sehr, aber gleichzeitig bin ich auch etwas traurig. Mein Baby wird groß. Hoffentlich bleibt er bis er 14 Jahre alt ist in unserem Familienbett. 😉

Wann waren eure Kinder denn tagsüber und nachts trocken und wie lief das bei euch so? Waren sie erst tagsüber und dann später nachts trocken oder kam das auch fast gleichzeitig wie bei dem Mini Chef?

Ich stelle also fest: Mit Kinderaugen betrachtet, bin ich jetzt ein großer Junge. Ich brauche keine Windel mehr. Ich pullere jetzt ins Töpfchen.

Eure Dajana 

11 Comments

  • Nora

    23. Juli 2015 at 11:58

    Hey das klingt doch super!
    Her Schnubb (auch 3 1/2) ist im Grunde genauso weit. Nur das große Geschäft ist noch ein Thema. Ich glaube da merkt er noch nicht richtig wann es passiert, da das auch gerne einfach in den Schlübbi geht. Bisher hat er es erst zweimal geschafft Bescheid zu sagen, dass er dafür eine Windel möchte. Aufs Klo wollte er dafür bisher nicht. Aber ok, man hat ja genug Wechselwäsche.

    Ich versuche übrigens die "er ist doch schon über 3 bla bla"-Kommentare an mir abprallen zu lassen. Zwingen bringt da imho nüscht.

    LG
    Nora

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    • Mit Kinderaugen

      24. Juli 2015 at 7:55

      Das klingt genauso wie bei uns. Der Mini Chef merkt bereits, wennd as große Geschäft kommt, denn er sagt immer sofort bescheid, dass er bitte eine Windel bekommt. Wir fragen dann immer, ob er nicht mal auf den Topf gehen möchte, aber wir zwingen ihn nicht. Irgendwann wird es das schon machen.Lg, Dajana

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  • Nele E.

    23. Juli 2015 at 12:51

    Super Mini Chef!!

    Hier war es auf den Tag genau mit 2,5 Jahren, als er ein gleichaltriges Mädel gesehen hat, die auf die Toilette ging. Danach wollte er keine Windel mehr und war von jetzt auf gleich tags und nachts trocken. Klar gab es ein paar Mal Unfälle, aber das gehört halt dazu.

    Wird der Mini Chef denn unter tags nicht ganz zappelig, wenn er eigentlich muss, aber aus welchen Gründen auch immer noch einhält?

    LG
    Nele E.

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    • Mit Kinderaugen

      24. Juli 2015 at 7:58

      Ich dachte auch immer, dass der Mini Chef auf die Windel verzichten will, wenn er sieht, dass seine Freunde und Kindergarten Kindere keine Windel mehr tragen. Aber das hat ihn irgendwie nie interessiert.

      Und nein er wird nicht zappelig. Ich finde das auch total krass, dass er so lange einhalten kann. Zum Ende hin sehe ich dann immer das er muss. Frage ich ihn aber verneint er. Er geht wirklich nur da wo er sich auch wohl fühlt. Lg, Dajana

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  • Lisa

    23. Juli 2015 at 13:33

    Mich nervt das total, wenn fremde Leute ihre Meinung dazu geben: "Ist er nicht schon zu alt…" bla bla bla… Ich hab den Buben mit etwas über 2 Jahren ans Töpfen gewöhnt….es hat 2 Anläufe gebraucht, weil er beim ersten Anlauf noch nicht so weit war und Unterhose anziehen war jedes mal ein Kampf und es gab Tränen ohne Ende, also Windeln wieder an, paar Wochen gewartet und ihn immer wieder vorbereitet, das wir bald nur noch aufs Töpfchen gehen… mir haben die Windeln eines Tages gereicht und ich hab ihm gesagt: So, wir gehen jetzt in die Stadt,mich hab keine Windeln dabei, wenn du du Lulu musst, musst Bescheid geben' Hat geklappt und er war trocken.;-)
    Jedes Kind ist anders und man darf auf sein Bauchgefühl hören, weil: andre haben sowieso immer eine andre Meinung (ich hab mir zb Anhören dürfen, mit 2 ist er viel zu früh…)
    Liegrü:-)

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    • Mit Kinderaugen

      24. Juli 2015 at 8:01

      Ja sowas habe ich auch schon gehört, dass alles unter 2 oder ab 2 zu früh sei. Ich finde das ist genauso ein Quatsch wie zu sagen, dass man mit über 3 schon so groß ist.

      Ich komme aus dem Osten und war tagsüber mit 1 Jahr trocken. Das wurde früher halt so antrainiert. Hat mir auch nie geschadet. Heutzutage lässt man die Kinder eben alleine entscheiden wann sie so weit sind. Ich denke beide Wege sind ok und man für jedes Kind den richtigen Weg finden. Lg, Dajana

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  • Anne T.

    23. Juli 2015 at 20:15

    Also bei uns wurde er tagsüber um den 2. Geburtstag trocken. Im kiga haben sie angefangen und irgendwann wurde die Windeln komplett weggelassen. Manchmal gibt's nen Unfall, aber sehr selten. Vielleicht wenn er zu abgelenkt ist. Nachts dann trocken mit 2und 4 Monaten. Auch da gabs mal unfälle, obwohl er eigentlich lange durchhält. Frühs will er manchmal nicht mal aufn topf.
    Den blödesten Unfall den wir hatten, im Flugzeug. Mir wurde Handgepäck abgenommen, und als das Kind sich auf der Toilette sitzend von oben bis unten vollgepullert hat, keine Ahnung wie, gab's keine wechselsachen. Er hat dann mein pulli bekommen.
    Das große Geschäft klappt übrigens seit Anfang ohne Probleme.
    LG, anne

    Antworten
  • Anonym

    24. Juli 2015 at 18:57

    Hallo,
    man muss das einfach locker sehen. Meiner war bereits (festhalten) 4 1/4. Es ging dann aber ziemlich flott. Sie sind eben erst bereit wenn sie bereit sind da kann man nichts tun, was ich aber okay finde.
    Liebe Grüße Anita

    Antworten
  • Anna Reiter

    27. April 2018 at 14:35

    Hallo und vielen Dank für diese tollen Tipps.

    Die würden normalerweise sicherlich helfen, aber ich hatte das Problem dass meine Tochter (zwei Jahre alt) einfach nicht auf Töpfch wollte.
    Ich suchte unzählige Stunden im Internet nach Tipps und Tricks, wie die Kleine endlich aufs Töpfchen bringen könne.

    Nach vielen erfolglosen Versuchen erzählte mir meine beste Freundin, die selbst Mutter einer kleinen Tochter ist, wie sie es geschafft hat ihre Tochter aufs Töpfchen zu bringen.

    Sie empfahl mir ein Töpfchentraining welches sie im Internet fand und bei ihr sehr schnell zum Erfolg führte.
    Ich war am Beginn total skeptisch und konnte ihr nicht wirklich glauben, aber da sie meine beste Freundin ist und ich sah wie gut es bei ihr funktionierte besorgte ich mir dieses “Töpfchentraining” ebenfalls.

    Es war eine der besten Entscheidungen die ich als Mutter je getroffen habe. Mein kleiner Schatz geht jetzt schon seit 5 Tagen selbstständig aufs Töpfchen. Ich bin wirklich begeistert von den Informationen die selbst bei sturen Kindern, wie bei meiner kleinen Tochter wahre Wunder wirken.

    Ich möchte Euch deshalb dieses Töpfchentraining einfach nicht vorenthalten.
    https://goo.gl/SNzaZx

    Ich hoffe, dass ich damit einigen Eltern Helfen die gerade ein ähnliches Problem haben wie es bei mir war helfen kann.

    Liebe Grüße Anna

    Antworten

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