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Wenn Kleinkinder ihre Flügel ausbreiten: Gastartikel von Tina vom Blog “Since We Met”

Hallöchen!

Der heutige Gastartikel kommt von einer Bloggerin, die mir in den letzten zwei Jahren sehr ans Herz gewachsen ist. Es ist Tina vom Blog “Since We Met”.

Es war im Winter. Genauer gesagt im Januar. Januar 2013. Ick war noch frisch am Blogger Markt und auf mein erstes Blogger Event eingeladen. Geladen hatte Styleranking zum Eltern Blogger Café nach Düsseldorf. Wat war ick aufgeregt. Auf dem Event traf ick Tina. Es war echt Liebe auf den ersten Blick. Wir haben uns sofort verstanden, gequatscht und gelacht. Was war das schön. Seit damals habe ich Tina jetzt schon mehrfach auf Events getroffen. Sie war bei fast jedem meiner Blogger Treffen dabei und auch so haben wir zwischendurch mal Kontakt und horchen wie es der anderen so geht oder tauschen uns über Blogger Angelegenheiten aus.

Wer von euch auf der Suche nach richtig tollen Fotos ist, sollte sich mal den Instagram Account von Tina ansehen. Das lohnt sich. Ich danke dir liebe Tina für den wunderschönen Artikel. Der spricht mir aus dem Herzen und du hast mit allem recht.

Viel Spaß beim Lesen.

Eure Dajana

Können die
Eltern unter Euch, deren ehemals klitzekleinen Babys inzwischen Kleinkinder
sind, sich noch an die Babyzeit erinnern?

 

Sie ist
gefühlt Ewigkeiten her, oder?

 

Unser
ehemals klitzekleines Baby, wird bald vier Jahre alt und entdeckt gerade ihre
kleine aber stetig wachsende Welt mit einer Intensität, an die wir uns doch
manchmal sehr gewöhnen müssen.

 

Dass man
teils wehmütig daneben sitzt und feststellt wie schnell sie groß werden,
passiert ja eigentlich schon wenn sie ein bis zwei Monate alt sind.

 

Die
Strampler in der kleinsten Größe werden zu klein, ein paar Monate später wird
der erste Brei gespuckt/gegessen, es folgt eventuell die erste Nachts auswärts
bei Oma und Opa und irgendwann steht dann auch der erste Kindergartentag
an.

 

Gerade den
ersten Tag im Kindergarten, empfand ich als sehr wichtigen Punkt. Bis dato
spielte sich alles unter der Obhut der Eltern oder anderen Familienmitglieder
ab und plötzlich haben die Kleinen ein Zeitfenster während des Tages, in dem
wir nichts mehr zu suchen haben.

 

Ab dem Punkt
ging gefühlt schon alles rasant aber jetzt?

 

Wie oft höre
ich inzwischen: „Mama ich möchte das bitte in Ruhe und alleine machen.“,
„“Mama, ich möchte von Dir jetzt nichts mehr hören“, „Mama, ich bin alt genug,
wenn ich das möchte, möchte ich das.“

 

Sie haben
ihren eigenen Kopf, ausgeprägter denn je. Ihren eigenen Willen, der stetig
wächst – zum Glück. Sie lernen sich selber gut kennen und wissen, was sie für
sich brauchen – eben auch mal Ruhe, Zeit alleine und keine Mama die gerade
meint, einen Vortrag über Bettgehzeiten halten zu müssen.

 

Die Freunde
werden inzwischen lieber ohne Mama besucht. Anstatt dass ich ein „Bleibst Du
bitte auch hier, Mama?“ höre, werde ich unter lautem Lachen und bester Laune
verabschiedet. Komme ich dann Abends freudig wieder bei der Familie an, heisst
es meistens „Müssen wir wirklich schon nach Hause?“.

 

Verabredet
wird sich eigenständig im Kindergarten, wir Eltern dürfen dann Zuhause kurz
checken ob der ausgewählte Termin passt und schon steigt wieder die Vorfreude
auf einen Spielnachmittag mit der Freundin.

 

Möchte
unsere Tochter noch mal bei Oma und Opa schlafen, bittet sie mich diese
anzurufen und dann hakt sie nach, wann es denn noch mal möglich wäre.

 

Den Hobbys
wird alleine, ohne Aufsicht von Mama, nachgegangen und für die ersten
Aufführungen wird fleissig geübt.

 

Die
Nachfrage, was sie denn so beim Ballett tanzen, kann ich mir sparen. Die
Antwort kenne ich bereits: „Mama, das ist doch mein Geheimnis.“

 

Geheimnis,
ihr kleines Geheimnis. Ihre kleine Welt, in die ich nicht mehr immer einen
Einblick bekomme und das ist prima so.

 

Ich bin
überzeugt, dass Kinder diese Freiräume brauchen um ihre Flügel so weit wie
möglich ausbreiten zu können und selbstbewusst aufzuwachsen.

 

Natürlich
steht man manchmal wehmütig daneben aber auf der anderen Seite, ist man doch
vor allem stolz und glücklich darüber, dass sie so wunderbar groß werden, sich
wohlfühlen und sich ihre Freiräume schaffen, so wie sie diese benötigen.

 

Ich bin
gespannt auf den Zeitpunkt, an dem zum Beispiel Dinge anstehen wie: alleine zur
Schule zu gehen.

 

Noch kann
ich mir gar nicht vorstellen, wie ich diese Minuten hinter mich bringe soll
ohne verrückt zu werden aber ich hätte mir wohl auch vor knapp 4 Jahren nicht
vorstellen können, dass sie tatsächlich mal alleine bei ihren Freundinnen
rumturnt.

 

So vergeht
die Zeit und ich blicke voller Spannung auf alles was noch kommt.

 

Alles Liebe,

 

Tina

 

 

 

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