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Das Kinder- und Familien-Lexikon: Ein Gastbeitrag von Christian vom “Familienbetrieb”

Hallöchen!

Der heutige Gastartikel kommt von einem Daddy Blogger. Es ist aber nicht irgendein Daddy Blogger, sondern er ist einer meiner liebsten Daddy Blogger. Die Rede ist von Christian vom Blog Familienbetrieb. Ick hatte ihn und seinen Blog auch schon mal vorgestellt (bitte mal kurz klicken).

Christian ist einfach nur genial. Der fetzt. Ein dufte Typ. Ne coole Marke. Und lustig ist der. Da haut es dich weg. Ein Traum. Und backen kann der Jute auch. Vorrangig Käsekuchen. Ein Teufelskerlchen vom Herrn.

Tja und schreiben kann er auch. Und das macht er richtig gut und vor allem verdammt witzig. Wer seinen Blog noch nicht kennt dem muss ick sagen “Hast du ne Macke? Jetzt mal hopp hopp auf den Blog!”. Ohne Mist. Christian schreibt so lustig. Unfassbar ist ditte. Und vor allem seine Tweets sind urkomisch. Ick frage mich immer wie er so viel Ironie und Witz in so wenige Twitter Zeichen stecken kann. Das wird wohl ewig sein Geheimnis bleiben.

Christian hat für uns ein Kinder- und Familien-Lexikon verfasst. Er hat sich damit unfassbar viel Arbeit gemacht und ick freue mich sehr über diesen tollen Gastbeitrag. Viel Spaß beim Lesen Freunde!

Eure Dajana

Das Kinder- und
Familien-Lexikon

 

Abend, der.
Spätere Teil des Tages, zu dem ein Baby allmählich wach und dann recht schnell
unleidlich wird.

 

Blähungen, die.
Das rektale Entweichen von Gasen, die sich im Magen und/oder Darm entwickelt
haben. Ein Baby verzieht dabei das Gesicht und grunzt wie ein südamerikanisches
Hängebauchschwein, bis der anstrengende Flatulenz-Vorgang abgeschlossen ist.
Danach schaut es so liebreizend wie ein Engel auf dem Nürnberger
Christkindl-Markt.

 

Chaos, das.
Zustand der völligen Unordnung. Beschreibt den Zustand der Wohnung von Eltern
mit jungen Babys, die weder die Zeit noch die Kraft haben, aufzuräumen und zu
putzen, während sich gleichzeitig Babyutensilien und –kleidung in der Wohnung
schneller ausbreiten als Unkraut im Garten. Siehe auch à Hausarbeit.

 

Daddeln, das.
Jugendslang für das Spielen am Computer. Eine der Hauptbeschäftigungen eines
Kindes, spätestens zum Eintritt in die Pubertät. Führt dazu, dass ein Kind sein
Zimmer nicht mehr verlässt und man es außer bei den Mahlzeiten nur bei
Stromausfall oder WLAN-Problemen zu Gesicht bekommt.

 

Ernährung, die.
Aufnahme von Nahrung, um den körperlichen Energiebedarf zu decken. Die meisten Eltern
legen Wert auf eine gesunde Ernährung ihrer Kinder. Dies führt dazu, dass diese
Eltern nur noch heimlich Süßigkeiten essen. Auch die Süßigkeiten, die das Kind
geschenkt bekommt.

 

Füttern, das.
Nahrungszufuhr beim Baby, die von den Eltern assistiert wird. Je nach Essen
kann es zu à Blähungen kommen. Wenn das Baby seinen
ersten Brei zu sich nimmt, verwandelt es das Esszimmer oder die Küche in eine
begehbare Ed-Hardy-Installation, die eine Komplettrenovierung des Zimmers
erforderlich macht.

 

Geschlechtsverkehr,
der.
Sexualakt, der, wenn er zwischen Frau und Mann durchgeführt wird, in
der Zeugung eines Kindes resultieren kann. Die Ankunft des Babys führt wiederum
zur Abnahme von Frequenz und Dauer des elterlichen Geschlechtsverkehrs.

 

Hausarbeit, die.
Häusliche Arbeit zur Erhaltung des Haushalts (Aufräumen, Putzen) und des zur
Lebensführung benötigten Inventars (Wäsche waschen, Geschirr spülen usw.).
Diese Tätigkeiten kommen bei Eltern mit Babys immer zu kurz (siehe auch à Chaos). Wahrscheinlich kamen diese Tätigkeiten bereits vor dem Baby
zu kurz, aber als Eltern hat man eine sozial akzeptierte Entschuldigung, warum
der Grad der Verwahrlosung der Wohnung das Gesundheitsamt alarmierende Ausmaße
annimmt.

 

Impfen, das. Medizinische
Maßnahme zur Aktivierung des Immunsystems. Ein Thema, das unter Eltern so
umstritten ist wie sonst nur die Frage, ob man Rosinen im Käsekuchen mag oder
nicht.

 

Juchzen, das.
Lautäußerung, mit der das Baby seine Zufriedenheit mit der Gesamtsituation
ausdrückt. Tritt dieses Ereignis das erste Mal auf, geraten Eltern in einen
Zustand der ekstatischen Erregung, als habe ihr Kind gerade einen Nobelpreis in
angewandter Physik erhalten. Gegenteil von à
Quengeln.

 

Kindchenschema, das.
Kindliche Proportionen wie große Augen, kleine Nase, weiche Wangen, die als
Schlüsselreiz wirken und dazu führen, dass Eltern selbst nach schlaflosen
Nächten, in denen sie das Baby wie der menschgewordene Satan terrorisiert hat,
morgens auf ihr schlafendes Kind schauen und es für einen sanftmütigen Engel
halten.

 

Lärm, der. Störende
Geräusche, die insbesondere beim Einschlafen eines Babys auftreten. In dieser
Phase reichen geringste Geräusche, wie das Herunterfallen einer Stecknadel, um ein
Baby wieder aufzuwecken. Befindet es sich in der Tiefschlafphase, können dagegen
Heavy-Metal-Bands in dem Zimmer, in dem ein Baby schläft, proben, ohne dass es
sich daran stört.

 

Müdigkeit, die.
Zustand, in dem sich Eltern kleiner Babys permanent befinden aufgrund des
nächtlichen folterähnlichen Schlafentzugs.

 

Nacht, die.
Zeitspanne zwischen Sonnenuntergang und Sonnenaufgang, in der das
Schlafbedürfnis eines Babys minimal, die Übellaunigkeit dagegen maximal ist.

 

Oma, die und Opa,
der.
Die Eltern der Eltern von Kindern. Legen gegenüber den Enkelkindern
eine Nachsichtigkeit in der Erziehung an den Tag, von denen ihre Kinder nur
hätten träumen können. Urlaubsaufenthalte von Enkeln bei ihren Großeltern sind
für gewöhnlich durch erhöhten Süßigkeiten- (siehe auch à Ernährung) und Medienkonsum gekennzeichnet.

 

Pubertät, die.
Phase der Adoleszenz, in der Kinder aufgrund deutlich erhöhter
Hormonkonzentrationen die Geschlechtsreife erreichen. Begleitet wird dies von
starken Stimmungsschwankungen und Konflikten mit den Eltern. Die familiäre
Harmonie kann in dieser Zeit sichergestellt werden, in dem das Kind zwischen
dem zwölften und achtzehnten Lebensjahr bei einem Beduinenstamm in der
mongolischen Steppe lebt.

 

Quengeln, das.
Unmutsäußerungen des Babys, um seine Unzufriedenheit mit der Gesamtsituation
zum Ausdruck zu bringen (Hunger, Müdigkeit, Bauchweh, volle Windel,
Langeweile). Tritt vermehrt am à
Abend und in der à Nacht auf. Gegenteil von à
Juchzen.

 

Ruhe, die.
Zustand der absoluten Geräuschlosigkeit und Gegenteil von à Lärm. Wird nachts nahezu nie erreicht.

 

Schlaf, der.
Zustand der äußeren Ruhe, der beim Baby hauptsächlich tagsüber auftritt,
seltener am à Abend und fast gar nicht in der à Nacht. Sprechen Eltern, nachdem das Kind nach langem Kampf in den
Schlaf gefunden hat, die Worte „Endlich schläft das Baby.“ aus, wacht es unverzüglich
wieder auf.

 

Trotzphase, die.
Widerständiges Verhalten von Kindern, das häufig von cholerischen Wutausbrüchen
begleitet wird. Ist verstärkt zwischen dem zweiten und vierten Lebensjahr zu
beobachten. In dieser Zeit empfiehlt es sich, einen Zen-Buddhisten für die
Kinderbetreuung einzustellen. Siehe auch à
Pubertät.

 

U1- U6, die.
Regelmäßige Besuche beim Kinderarzt, der untersucht, ob sich ein Baby im ersten
Lebensjahr körperlich, geistig und motorisch innerhalb der gewünschten
Parameter entwickelt. Führt bei Eltern regelmäßig zu Nervenzusammenbrüchen,
wenn beispielsweise festgestellt wird, dass ihr behüteter Augapfel sich noch
nicht alleine umdrehen kann. Dabei wird außer Acht gelassen, dass sich diese
zeitlich verzögerte Entwicklung wohl eher nicht auf den späteren Lebensweg
auswirken wird und sich das Kind später in einem Vorstellungsgespräch bei einem
potenziellen Arbeitgeber für gewöhnlich nicht rechtfertigen muss, warum es sich
mit sieben Monaten noch nicht vom Rücken auf den Bauch drehen konnte.

 

Vogelscheuche, die.
Adäquate Beschreibung junger Mütter, die aufgrund von dauernder Erschöpfung und
à Müdigkeit nicht mehr in der Lage sind, sich in ausreichendem Maße
um Äußerlichkeiten und Körperhygiene zu kümmern, was einer stetig zunehmenden Verlotterung
Vorschub leistet. Es ist wenig ratsam, dass der Partner dies zur Sprache
bringt. Siehe auch à Zausel.

 

Wickeln, das.
Vorgang des Wechselns einer vollen Windel. Da Windeln immer dann undicht sind,
wenn das Baby Durchfall hat oder große Mengen Stuhl ausscheidet, beinhaltet der
Wickelvorgang häufig auch den kompletten Austausch der Kleidung des Babys.
Siehe auch à Yak-Exkremente.

 

Xylofon, das.
Musikinstrument, das sadistische Freunde und Verwandte an Kinder verschenken,
um deren Eltern zu quälen. Glücklicherweise gehen die dazugehörigen Schlägel
schnell verloren. Manchmal auch, weil die Eltern sie heimlich wegwerfen.

 

Yak-Exkremente, die.
Darmausscheidungen eines tibetischen Grunzochsens, die olfaktorisch
vergleichbar mit Babykacke ist, sobald das Kind feste Nahrung zu sich nimmt.
Siehe auch à Wickeln.

Zausel,
der.
Adäquate Beschreibung junger Väter, die aufgrund von
dauernder Erschöpfung und à Müdigkeit nicht
mehr in der Lage sind, sich in ausreichendem Maße um Äußerlichkeiten und
Körperhygiene zu kümmern, was einer stetig zunehmenden Verlotterung Vorschub
leistet. Es ist wenig ratsam, dass die Partnerin
dies zur Sprache bringt. Siehe auch à Vogelscheuche

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