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Meine Top Ten für ein entspanntes erstes Jahr mit Baby und Kleinkind: Gastartikel von Sonja vom Blog “Mama notes”

Hallöchen!

Heute starten wir mit einen ganz tollen Gastartikel in den Tag. Ich freue mich immer noch so sehr, dass so viele meiner Blogger Kollegen/Innen sich bereit erklärt hatten, mich mit einem Gastartikel zu unterstützen. Auch wenn ich relativ schnell nach der Geburt wieder mit dem Schreiben angefangen hatte, war und bin ich doch sehr froh über diese vielen tollen Artikel.

Der heutige Artikel kommt von Sonja vom Blog Mama notes. Sonja ist extrem nett und so herrlich unkompliziert. Ich habe sie schon mehrfach auf Events getroffen und konnte mit ihr immer sehr angenehm quatschen. Die ist einfach locker, flockig. Sie macht nicht viel Gewese um alles und ist einfach ne ehrliche Haut. Das merkste und so Menschen mag ick.

Auch ihr Blog ist genial. Schon der Zweitname: Helikopter Parenting ist mir zu anstrengend. Geil! Ehrlich und direkt. So muss das sein. Schaut mal rein bei Sonja. Es lohnt sich.

Liebe Sonja, Danke für den tollen Artikel und deine genialen Tipps. Lass den Haushalt verlottern finde ick persönlich am geilsten. Leider kann ick diesen Punkt schwer umsetzen. Ab und zu klappt es und ick steige über den 10×10 Meter Wäscheberg rüber und begrüße die von links auf mich zurollenden Staubwolken freundlich. Aber dann bekomme ick auf einmal nen Anfall und MUSS die Wohnung aufräumen. Auch wenn es ein Ding der Unmöglichkeit ist, denn biste hinten fertig fängt das Kind vorne wieder an. Kennt man ja.

Und ich liebe den letzten Punkt: Genießen! Du hast so recht liebe Sonja. Wie oft denke ich “Scheiße, du wolltest noch das und das machen und jetzt kräht (wie du es so gut nennst) eines der Kinder.” Und dann denke ich mir aber “Scheiß drauf! Muss eben warten. Ich genieße jetzt die Zeit mit den Kids!” Das ist wirklich so wichtig und man sollte sich das immer und immer wieder bewusst machen.

Und nun viel Spaß mit dem Artikel von Sonja!

Eure Dajana

Liebe Dajana, wenn dieser Text hier auf Deinem Blog
erscheint, wirst Du Dein zweites Baby im Arm halten und einfach mal Pause
machen. Das ist wunderbar so, ich hoffe, Du genießt die Zeit! Ich freue mich
sehr und fühle mich sehr geehrt, in Deiner verdienten Blogpause einspringen zu
dürfen. Natürlich musste ich sofort an meine Zeit mit zweitem Kind denken. Was
waren das für wilde und gleichzeitig zarte Zeiten! Unvergesslich für immer in
meinem Herzen: der erste Schrei, das erste Stillen, die erste Begegnung der
beiden Geschwisterkinder, das zarte über die Babystirn streicheln von Kind1!
Ich wünsche Dir alles erdenklich Gute und wünsche Dir und Deiner Familie eine
wunderschöne erste Zeit zusammen!

 

Bildrechte: Mama notes
Als mein Sohn geboren wurde, war meine Tochter noch keine 2
Jahre alt. Die ersten Wochen waren wunderbar, wir hatten Unterstützung und ich
konnte gut entspannen. Die weitere Zeit im ersten Jahr mit zwei Kindern war ich
allerdings alles andere als entspannt. Das qualifiziert mich natürlich dazu, zu
erzählen, wie es besser geht. Zumindest weiß ich jetzt, was mir gut geholfen
hätte. Vielleicht ist ja auch für Euch etwas dabei?

 

1. Begreifen, dass es kein 100% gibt
Im Prinzip ist es das A und O. Das gibt es ja schon mit einem Kind nicht
wirklich, aber spätestens mit einem zweiten kleinen Wesen fällt es dann
eindeutig auf: Multitasking ist ein Mythos. Es ist immer so, dass wenn, dann
wollen beide Kinder dringend etwas zur gleichen Zeit. Aber mehr als zwei Hände
hast Du nun mal nicht. Und auch nicht mehr als zwei Ohren und einen Mund. Du
kannst Dich nur intensiv um ein Kind kümmern, danach um das andere. Du kannst
nicht beiden Kindern gleichzeitig antworten oder zuhören. Ein Kind muß immer
warten. Das ist nicht nur im ersten Babyjahr so, das bleibt. Das schmerzt
anfangs, ja. Ist aber nicht Dein Fehler, es ist so. Akzeptieren und annehmen
ist hier der erste, und ich glaube wichtigste Schritt zur Entspanntheit.

2. Wochenbett einhalten
Zum Wochenbett habe ich
schonmal geschrieben
, das ich nur wiederholen kann: Hinlegen und Atmen. Bewußt
zurücknehmen, entspannen, nichts tun. Rebooten und auf sich hören, egal wie
viele Geschwisterkinder etwas wollen. „Welches Tempo tut mir jetzt gut?“
In 3 Monaten bist Du wieder einsatzfähiger. Den Rest muß der Vater auffangen in
diesen ersten Wochen. Das ist sein Job. Und Kind und Papa werden später im Leben
lächelnd auf diese Wochen zurück blicken.

3. Outsourcen und Hilfe holen
Wenn der Partner aus irgendwelchen Gründen mal nicht kann: Hilfe annehmen, egal
von wem. Freunde, Nachbarn, Großeltern oder Haushaltshilfe. Gerne auch alle
gleichzeitig. Alle Erledigungen des
Alltags kann man delegieren – und sollte es auch. Nicht nur im Wochenbett, auch
später.

4. Schlafen!
Schlaf, schlaf schlaf! Egal wann, egal wo. Immer dann, wenn es geht. Egal, wie
die Bude aussieht, weil:

5. Schlampig sein!
Lass den Haushalt verlottern. Punkt.

6. Baby tragen
Tragen hat nicht lange funktioniert für mich. Ich hatte aber auch keine gute
Trageberatung und schiebe es darauf. Mit einer versierten Trageberatung, die
auch unterschiedliche Tücher oder Tragehilfen mitbringt und Dich ausprobieren
lässt, hilft bestimmt viel. Wie wir alle wissen bleibt das Baby ruhiger und außerdem
hat man so die Hände frei für das andere Kind, Dich selbst oder die
Kaffeetasse.

7. Familienbett
Wenn das Baby nicht im anderen Zimmer sondern im Familienbett oder Beistellbett
schläft, muß man nachts nicht aufstehen. Ganz einfach, Baby liegt ja direkt
neben Dir. 😉 Natürlich sind Babys auch ruhiger, wenn sie die Nähe ihrer Eltern
auch nachts haben.

8. Das große Geschwisterkind mit einbeziehen
Das große Geschwisterkind bleibt ein kleines Kind, kann aber eindeutig schon
mehr als ein Baby. Beispielsweise kann das große Geschwisterkind Windeln,
Söckchen und Schnuller anreichen. Es kann beim Kochen mithelfen (Baby im
Tragetuch!) und Babys Hand halten. Beim Stillen oder Füttern kann man
gleichzeitig auch mit zwei Kindern kuscheln. Das tut allen gut.

 

Bildrechte: Mama notes

9. Eifersucht vom Geschwisterkind verstehen – und aushalten
Wut und Frust über die Ankunft des neuen Babys können groß sein. Bei uns kam
die Wut der großen Schwester nicht sofort, sondern erst nach einigen Wochen. Es
gab regelrechte Aggressionsausbrüche. Da gibt es nichts zu beschönigen. Es ist
hart für alle Beteiligten. Aber glücklicherweise sind wir durch die
Trotzanfälle doch schon gut geschult im Emotionen spiegeln und Verständnis
signalisieren. Auf keinen Fall die Wut „wegdiskutieren“. Ansonsten zuhören, atmen,
abwarten. Es wird besser!

10. Mama-Kind1-Tage einführen
Weil vermutlich jedes große Geschwisterkind irgendwann einmal eifersüchtig
wird, rate ich gerne zu Mama-Kind1-Tagen. Wir haben das erst nach 13 Monaten
angefangen. Ich würde es versuchen, sobald es irgendwie geht, das Baby mal für ein
paar Stunden dem Papa zu überlassen. Wir haben das wöchentlich gemacht und die
Große hat die Exklusivzeit sichtlich genossen. Und ich auch.

10. Lachen, Humor und Sinn fürs
Absurde!

Freue Dich, Lache über alles lustige. Und wichtiger noch: nimm die absurden
Dinge des Alltags wahr und die harten Zeiten nicht so ernst. Wir wissen ja als
Zweifachmama schon: es ist nur eine Phase, es geht vorbei. Später werden wir
alles lustig und wunderschön finden, ist doch so.

Und noch einer: 11. Genießen!
Diese Zeit ist unvergesslich. Sie ist schlaflos und Kräfte raubend. Aber sie
ist auch unbegreiflich schön, von einem besonderen Zauber getragen. Die beiden
Kinder lernen sich kennen und beide werden so neugierig aufeinander sein! Deine
Liebe, die sich plötzlich verdoppelt und einfach mehr wird, das Staunen über
das Wunder des Lebens, das in Deinen Armen liegt und kräht. Versuche die
sonnigen Momente zu zählen. Genieße immer dann bewusst, wenn es Dir gerade gut
geht: Das gemeinsame Kuscheln, der besondere Babyduft, sein brabbeln und das
lustige Erzählen von Kind1, der Blick Deines Mannes…. Halte die Momente fest!

Alles Liebe, Deine Sonja

2 Comments

  • Küstenmami

    10. November 2015 at 11:54

    Ach, Du hast ja so recht, Sonja! Das werde ich mir nochmal zu Herzen nehmen, auch wenn unsere Küstenkinder schon etwas größer sind (7 und 22 Monate). Als kleinen Extra-Tipp kann ich noch hinzufügen: Lass Dich bekochen! Wenigstens ab und zu mal. Egal von wem, egal wie (un)gesund; es tut einfach gut.

    Alles Liebe, auch für Dich Dajana,

    Küstenmami

    Antworten
  • ÖkoHippieRabenKathrin

    12. November 2015 at 10:42

    *seufz* wie waaaahr wie waaaahr… Auch hier nur 19 Monate Abstand und so sehr es auch die Hölle war und ist so wunderschön und unvergleichlich ist es auch. Ich kann alle Tips nur unterschreiben, auch wenn ich nicht alle beherzigt habe 😉 Alles alles Liebe zum neuen Familienmitglied 🙂

    Antworten

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