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Vom Schlafen und Stillen

Hallöchen!

Heute gibt es mal wieder ein Mini Chefin Update. Es geht um die Themen Schlafen und Stillen, denn ja, sie schläft immer noch extrem scheiße schlecht und ja, ich stille noch. Ich würde mich freuen, wenn heute viele von euch antworten und mir berichten wie es bei euch mit dem Schlafen und Stillen so klappt oder geklappt hat. Denn geteiltes “Leid” ist ja bekanntlich halbes Leid. Und das Leid bezieht sich auf die Schlaf- und nicht auf die Stillsituation.

Also fangen wir mal an. Gestillt wird nur noch Nachts. Ich weiß nicht mehr genau seit wann, aber tagsüber stille ich bereits seit Monaten nicht mehr. Nachts aber schon und im Moment scheint (noch) kein Ende in Sicht. Dass ich mal, ein fast zweijähriges Kind stillen werde – wenn auch nur noch Nachts – hätte ich ehrlich gesagt nicht gedacht. Auch wenn ich weiß, dass Stillen das Beste für das Kind ist und die WHO sogar empfiehlt, Kinder bis mindestens zum zweiten Geburtstag zu stillen, kam das so für mich nie in Frage.

 

Schlafen und Stillen beim Mini Chef

Beim Mini Chef hatte ich die Stillzeit drei Tage vor seinem ersten Geburtstag beendet. Zu diesem Zeitpunkt stillte er nur noch vor dem Einschlafen und auch nur noch für ca. ein oder zwei Minuten. Er und auch ich waren bereit für das Ende der Stillzeit und überhaupt, fand ich Stillen nach dem ersten Geburtstag als irgendwie eigenartig. Maximal ein Jahr. Das war mein Motto.

Nun ja, dieses Motto habe ich nun ganz offensichtlich nicht mehr.

 

Schlafen und Stillen bei der Mini Chefin

Die Mini Chefin war in puncto Schlaf und Stillverhalten von Anfang an anders als ihr Bruder. Sie schlief schon immer schlecht, sehr wenig und mit vielen Unterbrechungen. Und wenn ich schlecht sage, meine ich richtig schlecht. Und wenn ich Unterbrechungen sage, meine ich drei bis zehn. Im Durchschnitt.

Einschub. Ein Beispiel von letzter Nacht. Sie schlief ab 18.45 Uhr und bis 23.45 Uhr (als ich ins Bett ging) war sie sechs oder sieben Mal wach. Ich habe sie dann nicht immer gestillt. Manchmal wollte sie ihren Nuckel oder es reichte ein “Shhhhhh, Shhhhh”. Aber sie war war und hat immer gleich geweint oder gejammert, weil sie anscheinend geträumt hatte. Einschub Ende.

Normalerweise geht sie mit ihrem Bruder ins Bett. Familienbett. Wisst ihr ja (hier im Urlaub ist das anders, da wir Mädels von den Jungs getrennt schlafen).

Es gibt Abende, da schläft sie bis ich ins Bett gehe durch. Und es gibt Abende, da renne ich im 30 Minuten Takt zuhause die Treppe hoch. Hat ja auch Vorteile. Hält den Po und die Oberschenkel knackig und straff. Oder wie eben letzte Nacht: Da renne ich sieben Mal hinter ins Schlafzimmer.

 

Stillen mit fast zwei Jahren: Kleine, große Mini Chefin

Kleine, große Mini Chefin

 

Nun ist es wie gesagt nicht so, dass ich sie immer sofort an die Brust lasse. Bereits kurz nach dem ersten Geburtstag habe ich versucht, sie anderweitig zu beruhigen. Hat nur leider alles nichts gebracht. Nur Stillen hat sie beruhigt. Dann kamen die Ratschläge der anderen: “Du musst durchhalten. Du verwöhnst sie. Sie gewöhnt sich daran, sich nur von der Brust beruhigen zu lassen. Zieh das mal durch. Nach maximal drei oder vier Nächten ist Schluss und sie schläft durch.”

Nun ja, dass kann ja alles sein. Das Problem ist nur, ich habe im Moment einfach nicht die Lust und die Kraft drei oder vier Nächte mit einem weinenden oder schreienden Kind durchzustehen. Ich arbeite im Schnitt acht bis zehn Stunden am Tag. Fast jeden Abend weit bis nach Mitternacht. Sprich, die paar Stunden Schlaf die ich habe sind mir heilig. Es mag sein, dass die Mini Chefin nach ein paar Nächten abgestillt wäre. Vielleicht würde sie dann auch endlich besser schlafen (sowas soll es ja geben). Es ist aber nun mal so, dass sie offensichtlich im Moment mit ihren 22 Monaten noch nicht bereit ist, sich von mir und dem Stillen zu lösen. Und was soll ich sagen? Es ist ok für mich.

Ja, ick bin schweine müde und es gibt Nächte da würde ich am liebsten laut schreien und meinen Kopf melodisch gegen die Wand hämmern. Aber dann denke ich mir “Es geht vorbei. Irgendwann wird sie nicht mehr stillen wollen. Oder irgendwann werde ich mehr Kraft und Geduld haben, sie entspannt von der Brust abzugewöhnen.”

Für mich und auch für mein engstes Umfeld ist es völlig ok, dass ich meine Tochter mit knapp zwei Jahren noch stille. Ich meine, ich tue ihr ja nichts Schlechtes dabei. Im Gegenteil. Meine Muttermilch passt sich den Bedürfnissen der Mini Chefin an und schützt sie und beugt zudem vor Übergewicht vor (Quelle: www.1000tage.de).

Dennoch muss ich auch sagen, dass ich für das Ende der Stillzeit bereit bin. Ich bin der Meinung, ich habe mein “Soll” mehr als erfüllt. Aber nun ja, sie ist offensichtlich noch nicht bereit.

 

Wird ab dem zweiten Geburtstag alles anders?

Ich weiß auch nicht, ob dass nächtliche Stillen mit dem schlechten Schlaf zusammen hängt. Da gehen die Meinungen ja sehr auseinander. Die Kinder vieler Mütter in meinem Bekanntenkreis haben auch sehr schlecht geschlafen. Und viele davon haben gar nicht oder viel kürzer als ich gestillt. Und dennoch schliefen die Kinder bis zum zweiten Geburtstag sehr schlecht. Der zweite Geburtstag scheint in vielen “Fällen” eine Art Wendepunkt dazustellen, denn viele Mütter berichten, dass ab da alles besser wurde. Die Kinder schliefen auf einmal wunderbar.

 

 

Kinder durchlaufen ja in den ersten Lebensmonaten verschiedene Entwicklungsphasen. Glaubt man Ratgeberbüchern befinden wir uns aktuell in der letzten dieser Phasen. Diese Phasen sind erkennbar an schlechtem Schlaf, Anhänglichkeit, Weinerlichkeit und vielem mehr. Stimmt bei uns. Denn schlechter als aktuell kann das Kind kaum noch schlafen. Sie träumt und verarbeitet sehr viel. Das merkt man ihr an. Sie verändert sich aber tagsüber eben auch so viel. Sie spricht schon so viele Worte, ihr eigener Willen ist sehr ausgeprägt und das Erkennen des eigenen Ichs und des Körpers. Alles normal, aber eben auch auswirkend auf den Schlaaaafffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffffff

Sorry, kurz weggenickt. 😉

Wie dem auch sei. Alles unverändert bei uns. Ich stille und sie schläft scheiße. Aber was willste machen?! Jedes Kind ist anders und unsere Mini Chefin ist eben so und wir haben uns damit arrangiert.

 

Gesunde Ernährung und gutes Trinkverhalten

Obwohl ich übrigens nur noch Nachts stille, achte ich auf meine Ernährung und mein Trinkverhalten. Ich versuche ausreichend Wasser zu trinken und viel Obst und Gemüse zu essen. Und damit keine Langeweile auf dem Teller aufkommt, stöbere ich online oft nach leckeren Rezepten. Fündig werde ich unter anderem bei dem Online Portal der ersten 1000 Tage. Das müsstet ihr ja mittlerweile alle kennen, denn in den letzten drei Jahren habe ich schon sehr oft mit den ersten 1000 Tagen zusammen gearbeitet und war für sie auch in Hamburg auf einer Podiumsdiskussion.

 

Online findet man viele wichtige Facts zum Thema Stillen, Rezepte und viel Wissenswertes. Ihr könnt ja mal reinschauen.

Und jetzt würde ich mich über einen regen Austausch freuen.

 

Wie lange habt ihr gestillt und wie steht ihr zu dem Thema Langzeitstillen? Ab wann spricht man eigentlich von Langzeitstillen? Ist stillen über den ersten Geburtstag hinaus “normal” oder empfindet ihr das als eigenartig? Und wie schlafen eure Kinder? Oder wie sie haben sie geschlafen?

Es gibt doch da draußen noch mehr Familien, in denen die Kids sehr schlecht schlafen, oder?

Ich stelle also fest: Mit Kinderaugen betrachtet, bin ich immer ganz oft wach und weine dann auch immer und suche meine Mama. Zum Glück ist sie immer ganz schnell da.

Eure Dajana

In Zusammenarbeit mit den ersten 1000 Tagen.

14 Comments

  • Brigitte Driehorst

    26. Juni 2017 at 20:30

    Hallo ! Sehr schön geschrieben. .Bei uns ist es auch so ..mein kleiner Mann ist auch gerade 2 Jahre geworden und auch noch kein Ende mit Stillen..

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  • Kristina Waning

    26. Juni 2017 at 21:01

    Ja, das Thema Stillen ist ja immer so ne Sache. Bei mir hat es nur ganz kurz geklappt und für mich war das auch ok. Ich bin davon überzeugt, dass ea Schlimmeres gibt, als dass das Kind nicht gestillt wird. Meine Tochter ist z.B. in ihren 1 1/2 Jahten noch nie richtig krank gewesen und schläft seit Anfang an durch. Und das, obwohl sie mit der Flasche groß geworden ist.
    Ich finde, dass das jeder für sich selbst entscheiden muss und dass da immer viel zu viel Leute ihren Senf dazu geben. Von all den Kommentaren die man so hört und liest wird man oft Viel zu verunsichert.

    Und zum Thema Schlafen:
    Auch wenn ich oben geschrieben habe, dass sie von Anfang an durchschläft, haben aber auch wir im Moment und immer wieder Phasen zwischendurch, wo es nicht so einfach läuft. Nach unserem Urlaub wollte z.B. unsere Tochter nicht mehr in ihrem Bett schlafen. Für uns die Hölle weil wir immer gesagt haben, wir möchten nicht, dass die Kinder bei uns schlafen. Also ne Herausforderung, aber mit Ruhe uns Gelassenheit haben wir es geschafft, wieder in alte Gewohnheiten zurück zu finden. Wir sind jeden Abend wieder in ihr Zimmer, haben immer wieder versucht ubd irgendwann hats wieder geklappt.
    Kinder sind eben keine Maschinen und wenn sie für ein paar Nächte mal Mama und Papa brauchen ist das völlig in Ordnung 😉

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    • Mit Kinderaugen

      6. Juli 2017 at 8:29

      Das sehe ich auch so wie du Kristina. 1. Jeder muss für sich entscheiden, ob und wie lange gestillt wird und 2. und auch Kinder ohne Stillen werden groß und kräftig. Einige meiner Freundinnen haben nicht gestellt. Weil sie nicht wollten oder nicht konnten. Ich wäre nie auf die Idee gewesen, sie deswegen zu verurteilen nur weil ich stille. Jede Familie muss das für sich entscheiden und sich vor allem dem Kind anpassen. Lg, Dajana

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  • Nähfrosch

    26. Juni 2017 at 22:09

    Wie lustig, für morgen habe ich auch einen Blogpost zu dem Thema vorbereitet! Sophia schläft mit nun 4 Jahren annähernd durch, wacht so 1-2 Mal evtl kurz auf und schläft dann weiter. “Früher” war sie auch öfter wach und ich habe bis 14 Monate gestillt und dann aufgehört, ohne Drama. Einfach ne Flasche mit halb Milch halb Wasser gegeben und gut war. Nun ist Alex auch 14 Monate und ich bereit für mehr Freiheiten. Er nicht. Er wacht 4-11 Mal nachts auf und macht ein riesen Tamtam, schreit sich beim Papa komplett in rage, lässt sich von mir nur durch Stillen beruhigen bis er irgendwann weiter schläft. Ich bin müde. Und wenn ich ihm eine Flasche anbiete wie bei Sophia damals, spuckt er lautstark aus und wirft sie nach mir. Soviel zum abstillen. o.O
    LG
    Katja

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  • Sabsi

    26. Juni 2017 at 22:24

    Danke für deinen ehrlichen Bericht und dass mit Kindern nicht immer alles “Eitelwonneschein” ist (was man sonst von den vielen tollen Berichten meinen könnte ;))… 🙂 Dieser tägliche Schlafentzug und das viele Stillen nach 2 Jahren hört sich echt schlimm an – möge es sich bald ändern… *daumendrück*

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    • Mit Kinderaugen

      6. Juli 2017 at 8:31

      Hi Sabsi, danke für deinen Kommentar. Ja, der Schlafentzug ist richtig fies und da Kind schläft einfach mal beschissen. Das kann man leider nicht schön reden. Aber naja, es wird vorbeigehen und dann lächle ich nur (müde) darüber. 😉

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  • Susann

    27. Juni 2017 at 0:34

    Liebe Dajana! Also meine kleine Dame, die mich ähnliches wie du durchliefen ließ, ist jetzt fast vier. Und… sie schläft wie ein Murmeltier.
    Auch sie hat einen großen Bruder, der besser schlief, was für mich bedeutete, dass er auch mal so 2-4 h am Stück schlafen konnte tagsüber und nachts so alle vier Stunden wach wurde. Da schlief er nachm Stillen aber gleich weiter und wenn es ihm reichte auch nur mit Wasser. Als die kleine Schwester unterwegs war, haben wir abgestillt. Mir war es unangenehm und er hat es verstanden. Sein erster zwei Wort Satz war also “Titti alle”. Als die kleine Schwester kam, war alles anders. Das Kind schlief nicht mal nach der Geburt in Ruhe. Ich ging schon mit wunden Brustwarzen aus dem Krankenhaus. Die einzige Möglichkeit für uns beide Schlaf und Ruhe zu bekommen, war miteinander Seite an Seite im Bett. Das war auch schön so. Aber ich hatte bis sie zwei (und vier Monate) war nicht einmal zwei Stunden am Stück Ruhe. Halbstündlich müsste ich zu ihr rein. Wenn ihr Papa mich entlasten wollte, wurde sie nur richtig wach und schrie irgendwann so doll, dass sie brechen musste. Also musste ich schnell rein bevor sie richtig wach wurde. Sie schlief auch nicht im Wagen und damit sie tagsüber maximal ne Stunde schlief musste ich schon ne halbe Stunde investieren. Nuckel wollte sie nicht mehr seitdem sie 6 Monate war, nach einer Mittelohrentzündung. Anstrengend auch wenn man bei anderen zu Besuch ist, da kann man sein Abendprogramm nicht richtig durchziehen und sie schlief immer erst richtig, wenn ich so um 23 bis 24 Uhr schlief. Man will sich ja auch mal mit Freunden und Familie in Ruhe hinsetzen… nee nee nee, da kommt immer n kleiner Troll im Schlafsack angeschlichen, der putzmunter mitmachen will, solange Mama dabei ist. Der Einschlafprozess dauerte, wenn es schnell ging, 45 min. Das war schon ein Erfolg und nur in Stein gemeißelte Abendroutinen haben das geschafft. Als sie zwei Jahre und vier Monate war, kam ich an dem Punkt, dass es reichte mt dem Stillen. Ich hatte seit fast einem Jahr nur noch abends und nachts gestillt. Mein Mann musste eine Woche mit ihr kämpfen. Ich habe in einem anderen Zimmer geschlafen. Erst ein paar Monate später wurde mir eigentlich bewusst wie sehr das alles geschlaucht hatte. Ich hatte wieder viel mehr Spaß mit und an den Kindern und wenn ich daran zurückdenke, rollen einem schon mal ein paar Tränchen über die Wange. Ich hätte es dennoch wieder genauso gemacht. So, ich könnte natürlich noch viel mehr schreiben, denn 27 Monate sind lang, aber ich verstehe, dass du aufm Zahnfleisch läufst, aber wenn es nicht mehr geht, dann wirst du eine Lösung finden. Und man vergisst schnell wie anstrengend es wirklich war, wenn man nicht gerade drin steckt. Zwei Monate nach dem Abstillen war ich wieder schwanger und ob ich das nochmal durchstehen könnte, hab ich mich oft gefragt. Der kleine Bruder ist jetzt 6 Monate und ruhiger als alle beide. 🙂 Liebe Grüße!

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    • Mit Kinderaugen

      6. Juli 2017 at 8:34

      Liebe Susann, oh Gott. Da haste aber auch ne ordentlichen Ritt durch in den letzten Tagen. Die Kleine lässt sich übrigens auch nur von mir beruhigen. Der große Chef kann mich da leider gar nicht unterstützen. Aber gut, wie ick sehe wird es irgendwann besser. Lg, Dajana

      PS: Titti alle als ersten Zweiwortsatz finde ick übrigens großartig. Das sollte der Slogan zu seinem 18. werden 😉

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  • Sandra

    27. Juni 2017 at 13:42

    Hallo,
    ich könnte bei dir unterschreiben: meine Tochter ist 20 Monate, wird ebenfalls Nachts noch gestillt und schläft schlecht (genau wie bei euch – 10 mal wach war keine Seltenheit). Aber seit ein paar Wochen (ich hoffe sehr, dass es keine Phase ist) schläft sie tatsächlich fast durch – meistens wacht sie nur einmal auf, dann aber länger. Es gibt also Hoffnung 🙂

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  • Ania

    2. Juli 2017 at 9:06

    Hallo, ich habe meinen Sohnemann 11 Monate gestillt. Im Nachhinein habe ich es etwas bereut ihn abgestillt zu haben, ein paar Monate länger zu stillen wäre auch gut gewesen. Mit dem schlafen hatten wir nur zu Beginn kleine Probleme, bis ca 1,5 Jahre. ich denke es muss jeder für sich selbst entscheiden, wie es am besten für sich selbst und die Kinder ist. Man kennt das eigene Kind am besten und man weiß ob es nur trotzig und bockig reagiert weil es gerade seinen Willen nicht kriegt .. intuitiv entscheidet jede Mama richtig..
    LG

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